8. Dezember 2015

REVIEW: Die Highligen Drei Könige (2015) - "Christmas Jumper Swag"

  
© Sony Pictures

Kaum ist der Dezember in Sicht stehen spätestens jetzt die ersten Filme zum Thema Weihnachten in den Startlöchern. So auch DIE HIGHLIGEN DREI KÖNIGE, der Kiffer- und Weihnachtsfilm zu vereinen versucht. Seth Rogen (DAS IST DAS ENDE, THE INTERVIEW) bleibt auch hier seiner Linie treu: Fäkalhumor, Drogenexzesse, Minderheitenwitze – eben eine „Bro-mödie“. Dennoch machte der Trailer irgendwie Lust auf mehr - doch konnte er das halten was er versprochen hat?


Die drei Freunde Ethan (Joseph Gordon-Levitt), Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) verbringen seit dem tragischen Unfalltod von Ethans Eltern vor 14 Jahren jeden Heiligabend zusammen und lassen es so richtig krachen. Doch dieses Jahr soll das lieb gewonnene Ritual zum letzten Mal stattfinden, denn mittlerweile sind die Freunde alle über 30 und ihre Leben haben verschiedene Bahnen eingeschlagen. Isaac wird Vater, Chris ist mittlerweile ein berühmter Football-Profi – nur Ethan weiß noch nichts mit sich anzufangen und fristet ein eher unfreiwilliges Single-Dasein. 

Durch Zufall fallen Ethan drei Karten für den legendären „Nussknacker-Ball“ in die Hände. Eine ominöse Party, quasi der Heilige Gral aller Weihnachtspartys, die an einem geheimen Ort in New York stattfindet und die das Trio all die Jahre zuvor vergeblich gesucht hat. So ziehen die Männer los um ihre alljährlichen Traditionen zu zelebrieren: Besichtigung des Weihnachtsbaums am Rockefeller Center, ein Lied auf einem überdimensionalen Keyboard spielen, der Besuch beim Stamm-Chinesen und einen Abstecher in eine Karaoke Bar bevor es zum langersehnten Nussknacker-Ball geht. Was die Freunde zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht wissen: ihre Freundschaft wird in dieser Nacht auf die ein oder andere Probe gestellt werden.

Kurz und knapp: hat man den Trailer gesehen, hat man den ganzen Film gesehen. Die wenigen lustig-anmutenden Szenen werden bereits hier verbraten.
Bereits der Anfang ist mehr als klischeebehaftet – so erzählt uns der Erzähler im Off die Geschichte des Trios in Reimform, ähnlich eines mehr schlecht als rechten Weihnachtsgedichts.
Über DAS IST DAS ENDE konnte ich in der Tat noch lachen, doch bei DIE HIGHLIGEN DREI KÖNIGE blieb mir das Lachen nicht nur im Halse stecken, ich verzog beinahe keine Miene. Die wenigen „Lacher“, die ich als solche eigentlich gar nicht betiteln möchte, konnte ich an einer Hand abzählen. Darüber hinaus ist es mir ein Rätsel wie sich Joseph Gordon-Levitt nach THE WALK für solch einen Film hergeben konnte. In meinen Augen reine Potential-Verbrennung, auch wenn Gordon-Levitt hier gut in die ernste Rolle des Losers mit schwerem Schicksal passt, doch das hätte wahrscheinlich auch jeder x-beliebige Schauspieler gekonnt.

Dennoch überkam mich während des Films ein gewisses Maß an Besinnlichkeit. Auch der kleine Twist bezüglich des mysteriösen Veranstalters des Nussknacker-Balls empfand ich noch als ganz nett. Für den Rest empfehle ich jedoch sein Hirn auf „Stand-by“ zu schalten. DIE HIGHLIGEN DREI KÖNIGE ist und bleibt eben ein Seth Rogen Film – entweder man liebt ihn oder man hasst ihn.


4,5 / 10



Titel:                Die Highligen Drei Könige (The Night Before)
Erscheinungsjahr:    2015
Altersfreigabe:      FSK 16
Regie:              Jonathan Levine
Cast:               Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anthony Mackie, Jillian Bell, 
                                 Lizzy Caplan, Michael Shannon
Produktionsland:      USA
Länge:              101 Minuten
Kinostart:            26. November 2015




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